Die häufigste Frage vor einem Badumbau ist nicht «was kostet das», sondern «wie lange habe ich kein Bad». Beim Badsanierung Ablauf geht es deshalb weniger um Material als um Reihenfolge: Welches Gewerk kommt wann, worauf muss es warten, und an welcher Stelle entscheidet sich, ob aus drei Wochen fünf werden.
Dieser Beitrag beschreibt den Ablauf so, wie er auf einer normalen Baustelle in einem Einfamilienhaus tatsächlich abläuft — mit den Wartezeiten, die niemand im Verkaufsgespräch erwähnt.
Badsanierung Ablauf: der Überblick
| Zeitraum | Was passiert | Wer ist auf der Baustelle |
|---|---|---|
| 4–8 Wochen vorher | Aufmass, Planung, Materialwahl, Offerte, Bestellung | niemand — aber hier entscheidet sich der Termin |
| Woche 1 | Rückbau, Entsorgung, Wände und Boden freilegen | Sanitär, Bauhandwerker |
| Woche 2 | Rohinstallation Wasser und Abwasser, Elektro, Lüftung | Sanitär, Elektriker |
| Woche 2–3 | Abdichtung, Ausgleich, Platten legen, Fugen | Plattenleger |
| Woche 3–4 | Endmontage Apparate und Armaturen, Silikon, Malerarbeiten | Sanitär, Maler |
| Abschluss | Abnahme, Mängelliste, Übergabe | Sie und wir |
Eine Teilsanierung — nur Dusche, nur Boden, nur Armaturen — liegt bei drei bis sieben Arbeitstagen. Eine komplette Badsanierung veranschlagen wir mit zwei bis vier Wochen. Wer Sonderanfertigungen möchte, rechnet mit vier bis sechs Wochen.
Vor dem ersten Hammerschlag: vier bis acht Wochen
Der Teil, der den Termin bestimmt, findet statt, bevor jemand auf die Baustelle kommt. Beim Aufmass vor Ort klären wir drei Dinge, die später nicht mehr änderbar sind:
- Wo liegen die Leitungen heute? Wer WC oder Dusche verschieben will, braucht ein neues Abwassergefälle. Das ist machbar, kostet aber Zeit und manchmal Bodenaufbau.
- Wie ist der Untergrund? In Häusern aus den 1960er- und 70er-Jahren, wie sie in Wil, Uzwil und Rossrüti häufig sind, steckt unter dem alten Plattenboden oft noch ein Estrich, der zuerst weg muss.
- Gibt es eine Lüftung? Innenliegende Bäder ohne Fenster brauchen eine funktionierende Abluft — sonst wird die schöne neue Fuge in zwei Jahren schwarz.
Danach folgt die Materialwahl. Und hier liegt der häufigste Grund für Verzögerung: Platten und Sanitärapparate haben Lieferfristen. Standardware ist in ein bis zwei Wochen da, Sonderformate und ausgefallene Farben können sechs bis zehn Wochen dauern. Wir starten eine Badsanierung deshalb erst, wenn das Material im Lager ist — sonst steht die Baustelle mitten in der Woche zwei still.
Woche 1 — Rückbau
Der Rückbau ist der lauteste und staubigste Teil, aber auch der schnellste. Wanne, WC, Lavabo und Möbel kommen raus, Platten und Estrich werden abgetragen, alles wird sortiert entsorgt. Bei Bädern aus den 1970er-Jahren stossen wir dabei regelmässig auf zwei Dinge:
- Verzinkte Wasserleitungen. Sie sind innen zugewachsen und gehören ersetzt, wenn sie einmal offen liegen. Der Aufwand ist im offenen Zustand klein — später, hinter frischen Platten, ist er gross.
- Eine fehlende oder gealterte Abdichtung. Vor der Einführung der heutigen Verbundabdichtungen wurde oft nur auf den Estrich geplattet. Feuchtigkeitsspuren im Nachbarzimmer haben hier ihre Ursache.
Wir staubschützen den Zugang und stellen einen Container. Bei Bewohnung planen wir den Rückbau auf zwei zusammenhängende Tage, damit der Lärm ein Ende hat.
Woche 2 — Rohinstallation
Jetzt entsteht das Bad, das man später nicht mehr sieht. Wasser- und Abwasserleitungen werden neu verlegt, Vorwandelemente gestellt, Elektro- und Lüftungsleitungen gezogen. Danach folgt der Punkt, an dem sich seriöse von schneller Arbeit unterscheidet: die Dichtheitsprüfung. Die Leitungen werden unter Druck gesetzt und gehalten. Erst wenn der Druck steht, geht es weiter.
Parallel dazu wird der Boden aufgebaut. Wer eine bodenebene Dusche möchte – etwa mit Blick auf ein barrierefreies Bad –, braucht hier die nötige Aufbauhöhe für das Gefälle — deshalb muss diese Entscheidung in der Planung fallen, nicht in Woche zwei.
Woche 2 bis 3 — Abdichtung und Platten
Auf die Rohinstallation kommt die Verbundabdichtung: eine flüssig aufgetragene Schicht mit eingelegten Dichtbändern in allen Ecken, an allen Durchdringungen und im ganzen Duschbereich. Sie ist die eigentliche Versicherung gegen einen späteren Wasserschaden — und sie braucht Trocknungszeit.
Genau hier liegen die unvermeidlichen Wartetage. Ausgleichsmasse, Abdichtung, Kleber und Fugenmasse müssen jeweils abbinden, bevor der nächste Schritt möglich ist. Wer diese Zeiten verkürzt, bekommt Risse in der Fuge. Rechnen Sie mit zwei bis drei Tagen, an denen niemand auf der Baustelle ist und trotzdem etwas passiert.
Woche 3 bis 4 — Endmontage und Abnahme
Zum Schluss kommen die Teile, die man im Prospekt sieht: WC, Lavabo, Möbel, Duschtrennwand, Armaturen, Spiegelschrank, Handtuchhalter. Danach werden alle Anschlussfugen mit Sanitärsilikon ausgeführt, die Malerarbeiten gemacht und die Anlage eingeregelt.
Bei der Abnahme gehen wir gemeinsam durch den Raum und schreiben auf, was noch offen ist. Diese Mängelliste gehört zum Handwerk dazu — ein Bad ohne einen einzigen Punkt darauf ist selten, und ein Betrieb, der keine Liste aufnimmt, kommt später auch nicht zurück.
Was den Zeitplan tatsächlich sprengt
Nach unserer Erfahrung sind es fast immer dieselben vier Dinge:
- Späte Materialentscheidungen. Wer die Platten erst wählt, wenn der Rückbau läuft, verliert die Lieferfrist als Puffer.
- Überraschungen hinter der Wand. Morsche Balkenlagen, alte Leitungen, fehlende Abdichtung. Wir bauen deshalb ein bis zwei Reservetage ein — und sagen es, sobald wir etwas finden, nicht erst in der Schlussrechnung.
- Zu viele Gewerke ohne Koordination. Wenn Sanitär, Elektriker, Plattenleger und Maler von vier verschiedenen Firmen kommen und niemand den Takt vorgibt, wartet jeder auf jeden. Wir übernehmen die Koordination — das ist der eigentliche Grund, alles aus einer Hand zu vergeben.
- Änderungswünsche mittendrin. Ein verschobenes Lavabo bedeutet neue Leitungen, neue Abdichtung, neuer Plattenplan.
Wie lange sind Sie ohne Bad?
Bei einem Einfamilienhaus mit zweitem WC ist eine Badsanierung im bewohnten Zustand gut machbar. Bei nur einem Bad im Haus wird es unangenehm — dort planen wir die Arbeiten so eng wie möglich hintereinander und richten, wenn nötig, eine provisorische Duschmöglichkeit ein.
In Mehrfamilienhäusern sprechen wir die Wasserabstellung vorher mit der Verwaltung ab, hängen den Zeitplan im Treppenhaus aus und halten die Abstellzeiten kurz. Das kostet uns eine halbe Stunde Vorbereitung und erspart allen Beteiligten viel Ärger.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Badsanierung insgesamt?
Eine Teilsanierung dauert drei bis sieben Arbeitstage, eine komplette Badsanierung zwei bis vier Wochen ab Baubeginn. Dazu kommen vier bis acht Wochen Vorlauf für Planung, Materialwahl und Lieferung. Wir nennen den Bautermin erst, wenn das Material bestellt und die Lieferfrist bekannt ist.
Kann ich während der Badsanierung in der Wohnung bleiben?
In der Regel ja. Der Zugang wird staubgeschützt, und die lauten Arbeiten konzentrieren wir auf die ersten zwei Tage. Kritisch ist nur die Frage nach dem zweiten WC: Gibt es keines im Haus, sollten Sie sich für die Bauzeit eine Alternative organisieren. Wasser und Heizung bleiben ausserhalb der angekündigten Abstellzeiten in Betrieb.
Brauche ich für eine Badsanierung eine Baubewilligung?
Für den Ersatz von Apparaten, Platten und Armaturen innerhalb der bestehenden Räume ist in der Regel keine Bewilligung nötig. Bewilligungspflichtig wird es, wenn Sie tragende Bauteile verändern, Fenster einbauen oder die Nutzung des Raumes ändern. Die Vorgaben sind kantonal und kommunal unterschiedlich — wir klären das vor dem Start mit der zuständigen Bauverwaltung.
Was kostet eine Badsanierung?
Wir rechnen mit drei Grössenordnungen: eine einfache Auffrischung liegt bei CHF 3’500 – 12’500, eine Standard-Renovation bei CHF 12’500 – 25’000, ein Komplettumbau bei CHF 25’000 – 50’000. Rund 60 Prozent davon sind Arbeit, nicht Material. Eine verbindliche Offerte erstellen wir kostenlos nach dem Aufmass vor Ort.
Wann muss ich mich für Platten und Armaturen entscheiden?
Spätestens vier Wochen vor Baubeginn, bei Sonderanfertigungen deutlich früher. Der Grund sind die Lieferfristen: Standardware ist in ein bis zwei Wochen da, Sonderformate können sechs bis zehn Wochen dauern. Wir starten die Baustelle erst, wenn das Material vollständig im Lager liegt.
Badsanierung in Wil, Uzwil und Umgebung
Die René Hugentobler AG ist Heizungs- und Sanitärbetrieb in einem — Familienbetrieb seit 1989, mit Werkstatt an der Mettlenstrasse 9 in Züberwangen. Bei einer Badsanierung koordinieren wir alle Gewerke, halten den Termin und sind auch nach der Abnahme erreichbar.
Mehr zu unseren Leistungen finden Sie auf der Seite Sanitär und Badumbau, für die Region auch Badumbau Wil, Badumbau Flawil und Sanitär Uzwil.
Rufen Sie uns an unter 071 944 30 70 — wir kommen für das Aufmass vorbei und sagen Ihnen verbindlich, was Ihr Bad kostet und wie lange es dauert.